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Im Alltag

Budget als Paar: drei Arten zu teilen, und wie man wählt

Der Streit entsteht selten am Geld selbst. Er entsteht, weil das System nie laut ausgesprochen wurde.

A B COMMUN
Zwei Einkommen, ein gemeinsamer Teil. Entscheidend ist, wo die Grenze läuft.

Die drei Systeme

Es gibt nicht dreissig davon. Jedes hat eine Logik und einen Mangel, und die richtige Wahl hängt vor allem vom Abstand zwischen den beiden Einkommen ab.

Alles gemeinsam

Ein Topf. Einfach, und am nächsten an « wir sind ein Team ». Aber jeder persönliche Kauf wird sichtbar und manchmal diskutierbar.

Alles getrennt, halbe-halbe

Jede zahlt die Hälfte der Fixkosten. Klar, aber ungerecht, sobald die Einkommen auseinandergehen: der kleinere Lohn bleibt ohne Spielraum.

Proportional

Jede zahlt denselben Prozentsatz ihres Einkommens in den gemeinsamen Topf. Am gerechtesten — und am meisten Vertrauen verlangend: man muss sich die Löhne sagen.

Die Mischform, in der Praxis

Ein gemeinsames Konto für die Fixkosten, zwei persönliche für den Rest. Das verbreitetste System, weil es einen Bereich ohne Rechtfertigung bewahrt.

Proportional, in Zahlen

Zwei Nettoeinkommen, 5'400 und 3'600 CHF. Die gemeinsamen Fixkosten betragen 3'000 CHF im Monat.

Halbe-halbe1'500 / 1'500
Rest für die erste3'900.—
Rest für die zweite2'100.—
Proportional (33 % je)1'800 / 1'200
Rest, als gleicher Anteil des Einkommens3'600 / 2'400

Dieselbe Summe im Topf. Aber im ersten Fall hat die eine fast doppelt so viel zum Leben wie die andere. Im zweiten behalten beide denselben Anteil ihres Einkommens.

Das Gespräch davor: nicht « wer zahlt was », sondern « was ist überhaupt gemeinsam ». Die Miete, klar. Die Ferien? Das Geschenk für deine Mutter? Das Velo der einen? Die Liste ist nützlicher als der Prozentsatz.

Was ein Budget zu zweit zerstört

Muss alles in derselben App laufen?

Nicht zwingend, und oft ist es sogar hinderlich. Geteilt werden müssen die gemeinsamen Fixkosten. Der Rest kann bei jeder bleiben.

Mit Monni notiert jede ihre Ausgaben für sich und legt eine Kategorie « gemeinsam » an. Beide sehen ihren Anteil, ohne dass jemand Zugriff auf das Konto der anderen hat — und nichts verlässt das Telefon.

Häufige Fragen

Was ist die gerechteste Aufteilung in einer Partnerschaft?

Die proportionale: jede zahlt denselben Prozentsatz ihres Einkommens in den gemeinsamen Topf. Bei gleichen Einkommen entspricht sie halbe-halbe; bei ungleichen verhindert sie, dass der kleinere Lohn ohne Spielraum bleibt.

Braucht es ein gemeinsames Konto?

Ein gemeinsames Konto für die Fixkosten plus zwei persönliche für den Rest ist das verbreitetste System, weil es einen Ausgabenbereich ohne Rechtfertigung bewahrt.

Wie geht man damit um, wenn eine deutlich mehr verdient?

Indem man zur proportionalen Aufteilung wechselt und klar benennt, was gemeinsam ist. Das Ungleichgewicht ist nicht der eingezahlte Betrag, sondern das, was jeder danach bleibt.

Muss man sich den Lohn sagen?

Für die proportionale Aufteilung ja, das ist die Bedingung. Für die Mischform nicht zwingend: es genügt, sich über die Höhe der gemeinsamen Fixkosten zu einigen.

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