Im Alltag
Beim Einkaufen sparen, ohne traurig zu essen
Die Miete bewegt sich nicht, die Versicherung auch nicht. Die Einkäufe schon — und das sind oft 400 bis 600 Franken im Monat.
Zuerst: einen Monat messen
Fast alle unterschätzen ihre Lebensmittelkosten um 30 %. Man erinnert sich an den grossen Samstagseinkauf und vergisst die sechs Zwischenstopps unter der Woche zu je 12 Franken.
Bevor Sie irgendetwas streichen, notieren Sie einen ganzen Monat. Die echte Zahl ist oft das einzige Argument, das Sie brauchen.
Die sechs Hebel, die wirken
Eine Liste, und sich daran halten
Der banalste und wirksamste Hebel: ohne Liste endet jeder dritte Einkauf mit 40 % ungeplanten Artikeln.
Weniger Gänge in den Laden
Zweimal pro Woche statt fünfmal. Jeder Ladenbesuch hat feste Kosten an Impulskäufen, unabhängig vom Warenkorb.
Der Kilopreis
Er steht klein auf dem Etikett und offenbart Unterschiede von 200 % zwischen zwei gleichen Produkten. Er ist der einzige ehrliche Vergleich.
Was im Abfall landet
Ein Haushalt wirft etwa jede siebte Mahlzeit weg. Das ist bereits ausgegebenes Geld: weniger Frisches auf einmal zu kaufen kostet weniger, als billiger zu kaufen.
Doppelte Portion kochen
Zwei Portionen statt einer ersparen das gekaufte Mittagessen am nächsten Tag. Dreimal pro Woche sind das 120 Franken im Monat.
Was nicht wirkt
Aktionen hinterherjagen. Ein Rabatt auf ein Produkt, das Sie sonst nicht gekauft hätten, ist eine Ausgabe, keine Ersparnis.
Die Reihenfolge zählt: ändern Sie nur eine Sache auf einmal und behalten Sie sie einen Monat. Sechs gleichzeitige Änderungen ergeben eine heldenhafte Woche und dann den vollständigen Abbruch — der Mechanismus, der in warum Budgets scheitern beschrieben ist.
Ein realistisches Ziel
Ein Rückgang von 15 bis 20 % ist erreichbar und haltbar. Bei 500 Franken im Monat sind das 75 bis 100 — 1'200 Franken im Jahr, ohne schlechter zu essen.
40 % weniger anzupeilen heisst, die Ernährung zu ändern, nicht das Budget. Das hält selten länger als sechs Wochen.
Häufige Fragen
Wie viel lässt sich beim Einkaufen wirklich sparen?
15 bis 20 % dauerhaft, also 75 bis 100 Franken im Monat bei einem Budget von 500. Darüber hinaus geht es nicht mehr ums Budget, sondern um die Ernährung.
Soll ich Aktionen hinterherjagen?
Nein. Ein Rabatt auf etwas, das Sie sonst nicht gekauft hätten, ist eine zusätzliche Ausgabe. Der Kilopreis bei Ihren üblichen Produkten bringt mehr.
Warum kosten meine Einkäufe mehr, als ich denke?
Weil man sich an den grossen Wochenendeinkauf erinnert und die kleinen Gänge unter der Woche vergisst. Notieren Sie einen ganzen Monat: die Summe überrascht fast immer.
Womit soll ich anfangen?
Mit einer einzigen Sache: der Liste. Ohne Liste waren rund 40 % des Warenkorbs nicht geplant.
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